image/svg+xml

ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

Dreimal im Jahr (September, Jänner, Mai) erscheint unsere Zeitschrift AUFLEBEN. Sie bietet dir  interessante Fachartikel zu vielfältigen Themen rund um das Leben und Arbeiten als Pädagoge*in. Wir stellen für dich auch in jeder Ausgabe interessante Tipps und Buchrezensionen zusammen.

Die jeweils aktuellste Ausgabe kannst du hier online lesen.

Gedrucktes Abo

Gerne kannst du auch die gedruckte Ausgabe abonnieren (Jahresabo für 36,00 EUR). Für k+lv Mitglieder ist das Abo bereits in der Mitgliedschaft enthalten.

MITGLIED WERDEN

ONLINE LESEN

Hier kannst du die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift AUFLEBEN online lesen.

AKTUELLE AUSGABE 2021/2

Aus dem Editorial

Elke Pallhuber

Ein sehr bereichernder Teil bei den vorbereitenden Arbeiten fürs AUFLEBEN sind für mich immer die Gespräche mit den Autoren*innen. Als ich für diese Ausgabe die Beiträge angefragt hatte, haben sich die
Gespräche realtiv bald auch um die Auswirkungen der Pandemie gedreht. Florian Zeindl, der für den Beitrag Gewalt: Typisch Jungs (Seite 32) verantwortlich ist, hat mir einen kurzen Einblick in seinen Arbeitsalltag gegeben: „Es ist weniger das klassiche Thema Gewalt, das uns im Moment beschäftigt. Viel mehr hören wir, wie immer mehr Burschen in eine Depression rutschen. Das macht mir große Sorgen.”

Auch David Kitzbichler hat bei unserem Gespräch im Jänner erzählt, dass in seiner Arbeit die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen durch die Pandemie spürbar sind (Seite 23). Er hofft
sehr, dass psychologische Beratung für alle leistbar ist und dass bestehende Angebote angenommen werden. Aufeinander acht zu geben und genau hinzuschauen, ist wohl sehr wichtig in diesen Tagen!

Hinzuschauen und hinzuhören, wie es dem*der anderen geht, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Artikel dieser Ausgabe aggredere: sich zubewegen auf. Beim Thema Gewalt ist das Hinschauen und
Wahrnehmen nicht immer leicht. Ich war den Tränen nahe, als ich gelesen hatte, welch unterschiedliche Formen von Gewalt Menschen erfahren müssen, und dass Kinder der Meinung sind, sei seien selber
schuld, wenn sie misshandelt werden.

Sehr betroffen gemacht hat mich auch die Tatsache, dass das Zuschauen und Nicht-Reagieren auch ein wesentlicher Beitrag in Gewaltdynamiken ist. Doch alle Autoren*innen bieten Lösungsmöglichkeiten an und schreiben darüber, wie wichtig eine respektvolle und wertschätzende Beziehung zu den Mitmenschen und das Sich-aufeinander-Zubewegen ist, (lat: aggredere) – auch, wenn es nicht immer einfach ist. Und der richtige Zeitpunkt, um das auszuprobieren und im Kleinen etwas zu verändern ist genau – jetzt!

„Stell dir vor, dass alle Menschen ihr Leben in Frieden leben. Du wirst sagen, ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige. Ich hoffe, dass du dich uns eines Tages anschließt und die Welt wird Eins sein.“ (John Lennon)

HIGHLIGHTS

AUSGABE 2021/02

Mag Denise Bregenzer

Achtsamkeit im Unterricht

Mindfulness, zu Deutsch Achtsamkeit, wird in britischen Schulen auch als Unterrichtsfach gelehrt. Nach einem ORF Bericht darüber war die Neugier der Tiroler Lehrerin Denise Bregenzer entfacht. Sie erzählt im AUFEBEN von ihrer Ausbildung in London und, dass für sie jetzt der ideale Zeitpunkt ist, Kindern und Jugendlichen das Konzept "Mindfulness in Schools" näher zu bringen.

Mag Elisabeth Harasser

Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung

Gewalt und Missbrauch sind Themen, mit denen sich Pädagogen*innen leider immer wieder auseinander setzen müssen. Kinder- und Jugendanwältin Mag. Elisabeth Harasser antwortet auf unsere Fragen zum Thema Gewalt, Erziehung, Beziehung und Lernen.

Mag. David Kitzbichler

Gemeinsam gegen Gewalt und Mobbing an Österreichs Schulen

Internationale und nationale Studien zeigen auf, dass Gewalt und Mobbing an österreichischen Schulen ein zentrales Problem darstellen. 10 Prozent der Schüler*innen machen regelmäßig Mobbing-Erfahrungen. Mag. David Kitzbichler betrachtet Mobbing mit einem systemischen Blick und beschreibt die Rollen in einem Mobbing-Geschehen.

MMag. Katharina Lhotta

Gewalt: Typisch Mädchen

Mädchen* und Frauen* sind zum einen besonders häufig von Gewalt betroffen (in Österreich jede dritte Frau), zum anderen steigt die Zahl der Mädchen*, die selbst Gewalt anwenden. ARANEA, das Zentrum für Mädchen(Arbeit), hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, Mädchen* in ihrer Vielfalt in den Mittelpunkt zu stellen. Dies bedeutet, in Zusammenhang mit dem Thema Gewalt, dass hier Gewalt in den vielfältigen Erscheinungsformen analysiert wird und sowohl von Gewalt betroffene Mädchen* unterstützt, als auch mit Täter*innen gearbeitet wird. In beiden Fällen trägt Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung dazu bei, Gewalt vorzubeugen und unterstützt das Aufdecken und Aufarbeiten von Gewaltphänomenen.

Eckhard Mantei

Wir wollen und werden verändern - Gewaltprävention im Soldiner Kietz

Der Sozialarbeiter Yousef Ayoub wuchs in Berlin im Soldiener Kietz auf. Er erlebte selbst die Verhärtungen der Positionen im gegenseitigen Umgang Jugendlicher und der Polizei in seinem Wohnviertel als große Belastung und die permanenten Kontrollen als Stigmatisierung. So entwickelte er die Idee, durch gemeinsame Aktionen der Kontrahenten aktiv zu einer Verbesserung zwischen Polizeibeamten und Jugendlichen beizutragen.

BA Fabian Rinderer

Umgang mit jugendlicher Bandenbildung aus der Sicht der offenen Jugendarbeit

Hat die Bildung einer Bande zwangsläufig etwas mit fehlender Identität zu tun? Viele Menschen sind in ihrer Jugendzeit und auch danach noch Teil von Cliquen, Freundeskreisen, etc. Mensch möchte nicht allein sein, was speziell in der Zeit der Pandemie auch wieder sehr deutlich wurde. Dass Jugendliche zu Gruppen zusammenfinden, ist also kein dezidiertes Phänomen – es ist Alltag. Natürlich hat die Auswahl der Freunde, mit denen man abhängt, oftmals mit Gemeinsamkeiten zu tun. Vor einigen Jahren war dies noch „leichter“ definierbar mit den gängigen Jugendsubkulturen der Fußballer*innen, Punker*innen, Skater*innen, Hiphoper*innen, usw.. Dabei waren nicht nur dieselbe Lieblingsmusikrichtung, dieselben sportlichen Interessen oder der Style im Vordergrund – vielmehr auch gemeinsame Ideologien, Perspektiven, o.ä. ein wichtiges „Gemeinschaftsgefühl“.

Dr. Martin Schölzhorn

Gewalt ist keine Privatangelegenheit

Im Interview mit dem Tiroler Sonntag spricht Dr. Martin Schölzhorn darüber, warum es so schwer ist, Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufzudecken, und wie wichtig es ist, dass erwachsene Menschen Verantwortung übernehmen. Zu den psychischen Belastungen durch die Corona-Krise meint Dr. Schölzborn: Auf jeden Fall sind wir alle gefordert, achtsam mit Kindern und Jugendlichen umzugehen, da die psychischen Belastungen zur Zeit sehr groß sind. Auf jeden Fall, meint Dr. Schölzborn, sind wir alle gefordert, achtsam mit Kindern umzugehen, da die psychischen Belastungen aufgrund der aktuellen Krise groß sind

Mag. Karl-Heinz Stark

Ein WIR gegen Gewalt

Kinder brauchen sichere Räume für ihre Entwicklung und Bildung. Gewalt in ihrem Lebensumfeld, sei dies in der Familie, im Kindergarten, in der Schulklasse oder in der Peer-Group verunsichert, macht Angst, lenkt ab vom Lernen bzw. verhindert ein stärkendes Miteinander. Gewaltdynamiken beschädigen nicht nur die Opfer, auch die Zuschauer*innen sowie die Täter*innen – also das ganze Umfeld. Als Eltern, Pädagogen*innen, Experten*innen wissen wir, dass Gewalt in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche immer wieder vorkommt. Diese Tatsache macht uns oft ohnmächtig, wütend, verzweifelt. Manchmal reagieren wir achselzuckend: „Was können wir denn tun?“, erklärend: „Der Umgang wird immer roher und gemeiner!“ oder wir schauen einfach weg und sehen uns für nicht zuständig.

Mag. Florian Zeiner

Gewalt: Typisch Burschen

„Was macht einen typischen Jungen aus? Eine Frage, die immer schwieriger zu beantworten ist.“ Aus Sicht der Fachstelle für Burschenarbeit - sie ist Teil der Männerberatung „Mannsbilder“ - eine sehr gute Entwicklung, denn es bedeutet auch, dass es immer mehr Burschen gelingt, aus Stereotypen und alten Männlichkeitsbildern auszubrechen und neue Wege zum Mann werden zu beschreiten.

KATHOLISCHER TIROL LEHREREVEREIN