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ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

Dreimal im Jahr (September, Jänner, Mai) erscheint unsere Zeitschrift AUFLEBEN. Sie bietet dir  interessante Fachartikel zu vielfältigen Themen rund um das Leben und Arbeiten als Pädagoge*in. Wir stellen für dich auch in jeder Ausgabe interessante Tipps und Buchrezensionen zusammen.

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AKTUELLE AUSGABE 2022/2

Aus dem Vorwort

Obmann Josef Pallhuber

Ich freue mich, dass wir euch ein AUFLEBEN unter dem Motto „Partizipation“ anbieten können. Die Einbeziehung der Menschen in verschiedenste Bereiche des Lebens wird wichtiger denn je werden. Wer gefragt und gehört wird, der*die beteiligt sich auch aktiv in der Gemeinschaft. Wenn ich die jüngsten politischen Entwicklungen beobachte, sind wir davon noch weit entfernt. Die Unzahl der Gesetzgebungen und der Publikationen zum Thema „Partizipation“ stehen derzeit in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Umsetzung im Rahmen von Politik und Gesellschaft. Die aktive Teilhabe der Menschen mit all ihren Talenten, Hindernissen und Beschwerden am gemeinschaftlichen Leben und den sozialen Gefügen ist grundsätzlich immer mehr spürbar. Dies bedeutet aber noch lange keine Partizipation im Sinne der tatsächlichen Mitbestimmung in der Entstehung, Gestaltung und Entwicklung von Lebensumständen, die den einzelnen Menschen betreffen und berühren. Hiermit meine ich die Gemeinde- und Städteplanung, die Planung von Schulen und Kindergarteneinrichtungen, die Mitbestimmung an Prozessen in der Schulpolitik, um nur einen kleinen Auszug zu erwähnen.

Partizipation ist auch uns im k+lv ein Anliegen. Im k+lv leben wir die Teilhabe im Sinne der echten Mitbestimmung schon seit einigen Jahren und wir spüren gemeinsam den Erfolg und die Akzeptanz der Angebote. Wir geben uns nicht zufrieden, wollen den k+lv mit euch gemeinsam partizipativ weitergestalten und bieten euch den k+lv als diesen offenen Raum für eure Ideen, Quergedanken, ja auch manche Verrücktheiten an, um gemeinsam diese Welt noch ein Stück weiter zu unserer werden zu lassen.

HIGHLIGHTS

AUSGABE 2022/2

Mag. Patrizia Bartl

Ein Plädoyer für Partizipation im Kindesalter

Kinder und deren Meinungen sowie ihre Vorstellungen ernst zu nehmen und sie als eigenständige Subjekte anzuerkennen beinhaltet, ihnen auch Möglichkeiten der Mitwirkung und Mitbestimmung anzubieten. Grundlage für kindliche Partizipation ist eine Philosophie des Respekts vor der Eigenständigkeit des Kindes und dessen Autonomie. Vor allem aber. schreibt Patrizia Bartl in diesem Beitrag, ist es von Relevanz, dass wir als Erwachsene auch in diesem Sinne handeln und agieren.

Mag. Patrizia Bartl

Möglichkeiten kindlicher Partizipation anhand der exemplarischen Darlegung des Kinderparlaments

Nimm ein Kind an die Hand und lass dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast. (Zitat von Unbekannt) Selbst innerfamiliär und in Bezug auf die eigenen Kinder ist es nicht immer einfach, diese in Entscheidungsprozesse einzubinden und somit kindliche Partizipation zu ermöglichen. Darüber berichten Patrizia Bartl und Christoph Rameshan als Eltern von drei Kindern. Anhand eines Beispiels zeigen sie auf, wie dies in größeren Gruppen und im institutionalisierten Bereich umsetzbar ist.

Edeltraud Steiner

Rezension: Education for Future

Fürs AUFLEBEN hat Edeltraud Steiner das Buch "Education for Future - Bildung für ein gelingendes Leben" der Autoren Gerald Hüther, Marcell Heinrich und Mitch Senf rezensiert.

MSc Peter Spanblöchl

Gastkommentar von Peter Spanblöchl

Der Lehrplan der österreichischen Schule fordert die Lehrpersonen auf, viele Teilaspekte des Zusammenlebens zu berücksichtigen. Wie das umgesetzt werden soll, bzw. woher die zeitlichen Ressourcen kommen, bleibt aber offen. Die Schüler*innen an Tirols Schulen kommen aus unterschiedlichsten sozialen Umfeldern und machen vor, in- und außerhalb der Schule grundlegende Erfahrungen im Zusammenhang mit Gruppendynamik und Gesellschaftsstrukturen, die für ihre Entwicklung von großer Bedeutung sind. In der Schule sollten Schüler*innen früh genug erleben, dass ihre Äußerungen ernst genommen werden und dass sie selbst Wünsche und Ideen einbringen dürfen. Die Strukturen dafür sind in der österreichischen Schule leider nicht ausreichend vorhanden. Der Klassenalltag kann aber demokratischen Spielregeln folgen. Peter Spanblöchl, Vorsitzender der Lehrer*innen-Gewerkschaft, weist in seinem Gastkommentar darauf hin, dass gelebte Partizipation nicht nur als Schulprojekt gesehen werden soll, sondern dem Fortbestand der demokratischen Gesellschaft dient.

Mag. Dr. Klaudia Zangerl

Rezension: Mentoringprozess in der Lehrer*innenausbildung

Fürs AUFLEBEN hat Klaudia Zangerl das Buch "Mentoringprozess in der Lehrer:innenausbildung. Gelingensbildung für Schulpraktika" der Autorin Elisabeth Hass rezensiert.

BA MA Roman Sillaber, Elke Pallhuber

"Es spricht alles dafür, partizipativ unterwegs zu sein!"

In einem AUFLEBEN-Interview erzählt Roman Sillaber, wie er als Ministrant Partizipation in der Pfarre erlebt hat und warum ihm das Mitreden und Mitbestimmen in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen so wichtig ist.

Finja und Aeneas Gehmacher

Wir haben einen Traum

Wir haben einen Traum. Den Traum von einer Welt, in der wir im Einklang mit uns selbst, mit Menschen, Tieren und Natur leben. Ein Mit-Werden an und mit uns selbst, an und mit anderen und im Besonderen auch an und mit der belebten und unbelebten Natur, denn sie ist unser Lebensraum und nur sie allein gewährt uns unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Finja und Aeneas Gehmacher suchen (im Buch "FreiDay" von Margret Rasfeld) nach Antworten, wie dieser Traum in der Schule, mit der Schule Wirklichkeit werden kann.

Maximilian Geir, Alexander Huber

Hügelbeet Patschamama - gemeinsam wachsen

Das naturnahe Gärtnern ermöglicht Kindern und Jugendlichen, durch aktives Tun und passives Beobachten ein Verständnis für Naturkreisläufe und -prozesse zu erlangen. Woher kommen unsere Lebensmittel und was steckt hinter der Erzeugung von gesunder Nahrung? Wie kann ich nachhaltig und ressourcenorientiert mit meiner unmittelbaren Umwelt interagieren? Alexander Huber und Maximilian Geir haben mit Patscher Kinder ein Hügelbeet gebaut und erzählen in ihrem Beitrag, wie von Beginn dieses Projekts an gemeinschaftlich gearbeitet wird.

Mag. Martina Gitzl-Zecha

Kinder von Anbeginn teilhaben lassen

Partizipation – von Geburt an – wie soll das gehen? Wie können Babys, wenn sie noch nicht sprechen können, überhaupt am Geschehen teilnehmen? Diesen Fragen wird Martin Gitzl-Zecha im folgenden Artikel nachgehen und beziehe mich dabei auf die Pikler© Pädagogik, die – wie kaum eine andere Kleinkind-Pädagogik – die Kooperation mit dem Kind vom ersten Augenblick an ins Zentrum der täglichen Begegnungen setzt.

BEd.BA MA Sabine Gross

Individuelles Lernen von Schüler*innen und dessen Auswirkungen auf uns Lehrpersonen

In diesem Artikelbeschäftigt sich Lehrerin, Lerncoach und Lerntrainerin Sabine Gross mit dem Thema „Individuelles Lernen von Schülern*innen und dessen Auswirkungen auf uns Lehrpersonen“. Lehrer*innen handeln in einem vorgegebenen Rahmen. Wie allerdings das Innenleben dieses Rahmens gestalten wird, bleibt den Lehrer*innen überlassen. In diesem Sinne ist es möglich, die Schüler*innen frei entscheiden zu lassen, in welcher Reihenfolge Themen bearbeitet werden. Aber auch das „WIE lerne ich?“ spielt bei der Partizipation eine Rolle. Was bedeutet eine freie Wahl der Lernmethode für mich als Lehrer*in und meinen Unterricht bzw. für meine Vorbereitung?

Daniela Gugl-Kleinlercher

Kinderstimmen zum Frei-Day und zum Klassenrat

Die Schüler*innen der Löwenklasse der "Schule am Inn" erzählen, wie sie den FreiDay erleben und was ihnen am Klassenrat gefällt und was nicht.

Michaela Piegger, Sigrid Sporer

Manchmal sind es kleine Dinge, die von großer Wichtigkeit sind - Partizipation im Elementarbereich

Partizipation ist eines der 12 Bildungsprinzipien des Tiroler Bildungs- rahmenplans. Wörtlich übersetzt, bedeutet es „Teilhabe, Mitsprache, Mitbestimmung“. Auf einer pädagogischen Handlungsebene bedeutet es, Kindern zuzugestehen, ihren Alltag mitzugestalten und Verantwortung übernehmen zu dürfen. Kindern wird von Anfang an ermöglicht, bei der Gestaltung von Alltagssituationen – wie zum Beispiel bei Mahlzeiten, der Gestaltung von Räumen, beim Wickeln, in Spielsituationen etc. mitzuwirken und eigene Entscheidungen zu treffen. Die beiden Autorinnen arbeiten in der Kinderkrippe im EKIZ Innsbruck und zeigen in ihrem Beitrag Möglichkeiten auf, welche Entscheidungen Kindern frei stehen können.

KATHOLISCHER TIROL LEHREREVEREIN