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ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

ZEITSCHRIFT AUFLEBEN

Dreimal im Jahr (September, Jänner, Mai) erscheint unsere Zeitschrift AUFLEBEN. Sie bietet dir  interessante Fachartikel zu vielfältigen Themen rund um das Leben und Arbeiten als Pädagoge*in. Wir stellen für dich auch in jeder Ausgabe interessante Tipps und Buchrezensionen zusammen.

Die jeweils aktuellste Ausgabe kannst du hier online lesen.

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AKTUELLE AUSGABE 2021/3

Aus dem Vorwort

Obmann Josef Pallhuber

Du hältst gerade eine ganz besondere Ausgabe unserer Vereinszeitschrift AUFLEBEN in deinen Händen. Diese kann nur einen kleinen Auszug der Geschichte des k+lv zeigen. Der k+lv war und ist ein ganz besonderer Verein, der aus der Kindergarten- und Schullandschaft Tirols nicht mehr wegzudenken ist.
Diese Ausgabe stellt den k+lv während seines 130-jährigen Bestehens in einigen unterschiedlichen Facetten dar. In meiner bereits vierten Periode als Obmann des Vereines wird mir immer klarer: Es sind unglaublich viele Menschen, die den k+lv geprägt haben und immer noch prägen. Ich danke allen, die dem Verein durch ihre Arbeit im Ehrenamt, durch die Organisation von Veranstaltungen in den entlegensten Teilen Tirols sein Gesicht verleihen. Durch die Teilnahme an den k+lv Veranstaltungen erwachsen Freundschaften, die lange Bestand haben. Viele Menschen haben durch ihre Beiträge im AUFLEBEN (ehemals „Tiroler Schule“) für die Pädagoginnen und Pädagogen im Land fachliche, spirituelle und persönliche Impulse gesetzt. Alle diese Menschen hinterlassen Spuren, die unverwischbar sind und dem Verein den Charakter schenken, den er nach 130 Jahren heute hat.

Der k+lv gibt dir die Möglichkeit, in vielen Bereichen sinnerfüllt tätig zu sein, deine Persönlichkeit einzubringen und deine Stärken zu zeigen. Als Obmann lade ich dich ein, einfach mal bei uns im Verein anzurufen, zu schreiben, vorbeizukommen und den Verein so richtig kennenzulernen. Ich freue mich sehr auf dich. Ich bedanke mich jetzt schon bei allen, die in Zukunft den Verein durch ihre Mitgliedschaft, durch das aktive Mitwirken und ihre ehrenamtliche Arbeit aufleben lassen und so den k+lv in eine lebendige Zukunft führen. Ich wünsche dir von Herzen viel Freude mit dem Katholischen Tiroler Lehrerverein und freue mich auf die Begegnung mit dir.

HIGHLIGHTS

AUSGABE 2021/02

Mag Denise Bregenzer

Achtsamkeit im Unterricht

Mindfulness, zu Deutsch Achtsamkeit, wird in britischen Schulen auch als Unterrichtsfach gelehrt. Nach einem ORF Bericht darüber war die Neugier der Tiroler Lehrerin Denise Bregenzer entfacht. Sie erzählt im AUFEBEN von ihrer Ausbildung in London und, dass für sie jetzt der ideale Zeitpunkt ist, Kindern und Jugendlichen das Konzept "Mindfulness in Schools" näher zu bringen.

Mag Elisabeth Harasser

Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung

Gewalt und Missbrauch sind Themen, mit denen sich Pädagogen*innen leider immer wieder auseinander setzen müssen. Kinder- und Jugendanwältin Mag. Elisabeth Harasser antwortet auf unsere Fragen zum Thema Gewalt, Erziehung, Beziehung und Lernen.

Mag. David Kitzbichler

Gemeinsam gegen Gewalt und Mobbing an Österreichs Schulen

Internationale und nationale Studien zeigen auf, dass Gewalt und Mobbing an österreichischen Schulen ein zentrales Problem darstellen. 10 Prozent der Schüler*innen machen regelmäßig Mobbing-Erfahrungen. Mag. David Kitzbichler betrachtet Mobbing mit einem systemischen Blick und beschreibt die Rollen in einem Mobbing-Geschehen.

MMag. Katharina Lhotta

Gewalt: Typisch Mädchen

Mädchen* und Frauen* sind zum einen besonders häufig von Gewalt betroffen (in Österreich jede dritte Frau), zum anderen steigt die Zahl der Mädchen*, die selbst Gewalt anwenden. ARANEA, das Zentrum für Mädchen(Arbeit), hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, Mädchen* in ihrer Vielfalt in den Mittelpunkt zu stellen. Dies bedeutet, in Zusammenhang mit dem Thema Gewalt, dass hier Gewalt in den vielfältigen Erscheinungsformen analysiert wird und sowohl von Gewalt betroffene Mädchen* unterstützt, als auch mit Täter*innen gearbeitet wird. In beiden Fällen trägt Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung dazu bei, Gewalt vorzubeugen und unterstützt das Aufdecken und Aufarbeiten von Gewaltphänomenen.

Eckhard Mantei

Wir wollen und werden verändern - Gewaltprävention im Soldiner Kietz

Der Sozialarbeiter Yousef Ayoub wuchs in Berlin im Soldiener Kietz auf. Er erlebte selbst die Verhärtungen der Positionen im gegenseitigen Umgang Jugendlicher und der Polizei in seinem Wohnviertel als große Belastung und die permanenten Kontrollen als Stigmatisierung. So entwickelte er die Idee, durch gemeinsame Aktionen der Kontrahenten aktiv zu einer Verbesserung zwischen Polizeibeamten und Jugendlichen beizutragen.

BA Fabian Rinderer

Umgang mit jugendlicher Bandenbildung aus der Sicht der offenen Jugendarbeit

Hat die Bildung einer Bande zwangsläufig etwas mit fehlender Identität zu tun? Viele Menschen sind in ihrer Jugendzeit und auch danach noch Teil von Cliquen, Freundeskreisen, etc. Mensch möchte nicht allein sein, was speziell in der Zeit der Pandemie auch wieder sehr deutlich wurde. Dass Jugendliche zu Gruppen zusammenfinden, ist also kein dezidiertes Phänomen – es ist Alltag. Natürlich hat die Auswahl der Freunde, mit denen man abhängt, oftmals mit Gemeinsamkeiten zu tun. Vor einigen Jahren war dies noch „leichter“ definierbar mit den gängigen Jugendsubkulturen der Fußballer*innen, Punker*innen, Skater*innen, Hiphoper*innen, usw.. Dabei waren nicht nur dieselbe Lieblingsmusikrichtung, dieselben sportlichen Interessen oder der Style im Vordergrund – vielmehr auch gemeinsame Ideologien, Perspektiven, o.ä. ein wichtiges „Gemeinschaftsgefühl“.

Dr. Martin Schölzhorn

Gewalt ist keine Privatangelegenheit

Im Interview mit dem Tiroler Sonntag spricht Dr. Martin Schölzhorn darüber, warum es so schwer ist, Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufzudecken, und wie wichtig es ist, dass erwachsene Menschen Verantwortung übernehmen. Zu den psychischen Belastungen durch die Corona-Krise meint Dr. Schölzborn: Auf jeden Fall sind wir alle gefordert, achtsam mit Kindern und Jugendlichen umzugehen, da die psychischen Belastungen zur Zeit sehr groß sind. Auf jeden Fall, meint Dr. Schölzborn, sind wir alle gefordert, achtsam mit Kindern umzugehen, da die psychischen Belastungen aufgrund der aktuellen Krise groß sind

Mag. Karl-Heinz Stark

Ein WIR gegen Gewalt

Kinder brauchen sichere Räume für ihre Entwicklung und Bildung. Gewalt in ihrem Lebensumfeld, sei dies in der Familie, im Kindergarten, in der Schulklasse oder in der Peer-Group verunsichert, macht Angst, lenkt ab vom Lernen bzw. verhindert ein stärkendes Miteinander. Gewaltdynamiken beschädigen nicht nur die Opfer, auch die Zuschauer*innen sowie die Täter*innen – also das ganze Umfeld. Als Eltern, Pädagogen*innen, Experten*innen wissen wir, dass Gewalt in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche immer wieder vorkommt. Diese Tatsache macht uns oft ohnmächtig, wütend, verzweifelt. Manchmal reagieren wir achselzuckend: „Was können wir denn tun?“, erklärend: „Der Umgang wird immer roher und gemeiner!“ oder wir schauen einfach weg und sehen uns für nicht zuständig.

Mag. Florian Zeiner

Gewalt: Typisch Burschen

„Was macht einen typischen Jungen aus? Eine Frage, die immer schwieriger zu beantworten ist.“ Aus Sicht der Fachstelle für Burschenarbeit - sie ist Teil der Männerberatung „Mannsbilder“ - eine sehr gute Entwicklung, denn es bedeutet auch, dass es immer mehr Burschen gelingt, aus Stereotypen und alten Männlichkeitsbildern auszubrechen und neue Wege zum Mann werden zu beschreiten.

KATHOLISCHER TIROL LEHREREVEREIN