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SCHULVERWALTUNG NEU

Im Jänner dieses Jahres trat in Bezug auf die Schulverwaltung mit der Schaffung der Bildungsdirektion die wohl größte Änderung im Rahmen der Bildungsreform in Kraft. Die Bildungsdirektion ist eine gemeinsame Bund-Länder Behörde für alle Bildungsagenden, die einheitliche Strukturen und Weisungsketten aufweist. 

Die verwaltungstechnische Umstrukturierung in Schule und Bildung ist die eine Sache. Die andere Sache ist die schrittweise Neugestaltung des Unterrichts. Die gesellschaftlichen Veränderungen bedingen Unterrichtsformen, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schüler*innen fördern. 

Das bedeutet ein Aufbrechen der alten Strukturen, die immer mehr in der Verantwortlichkeit und Autonomie der am Schulstandort tätigen Personen liegen. Ein Ziel der Bildungsreform ist die maximale pädagogische Gestaltungsfreiheit am einzelnen Schulstandort zur Erstellung innovativer Bildungsangebote.

Dazu gehören unter anderen schulautonome Klassen- und Gruppengrößen, die Auswahl der Lehrer*innen und Flexibilisierung der 50-Minuten-Einheit.

Leider klingen diese Neuerungen besser, als sie in Wahrheit sind. Den Schulleitern*innen machen in der Praxis das Dienstrecht bei der Auswahl der Lehrer*innen, die Gesamtwochenstundenanzahl bei der Flexibilisierung der 50-Minuten-Einheit, usw. in der Umsetzung noch große Probleme. So wird weiter im bisherigen Korsett gearbeitet und verunmöglicht weitestgehend eine innovative Schulentwicklung.

Wir im k+lv werden uns für die Weiterentwicklung dieser Reformen im Land, aber auch österreichweit einsetzen, um der Bildung unser Kinder und Jugendlichen in allen Facetten eine zukunftsweisende Richtung zu geben. Ich freue mich auf Mitarbeit und Mitdenken aller Mitglieder, dass wir weiter eine kräftige Stimme für die Entfaltung (!) der Bildung in Schule und Kindergarten sind.

Josef Pallhuber (Obmann)

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