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Leistungsfeststellung im offenen Unterricht

an der Volksschule Innere Stadt, Innsbruck

Wolfgang Pedevilla
Klassenlehrer und stellvertretender Schulleiter
an der VS Innere Stadt

 

Die Volksschule Innere Stadt ist eine öffentliche Schule im Zentrum von Innsbruck. In jahrgangsgemischten Klassen werden aktuell rund 250 Schülerinnen und Schüler von einem Team aus Lehrer*innen, Freizeitpädagogen*innen und Schulassistenten*innen unterstützt und begleitet. Zwei Klassen werden halbtägig geführt, mit der Möglichkeit, im Anschluss an den Unterricht das schulinterne Tagesheim zu besuchen. Alle weiteren Klassen werden ganztägig in verschränkter Form geführt, was bedeutet, dass auch an den Nachmittagen von Montag bis Donnerstag Unterricht stattfindet. 
An der VS Innere Stadt werden die Schüler*innen mit all ihren Talenten, Fähigkeiten und Stärken in den Mittelpunkt gestellt. Offene Unterrichtsszenarien ermöglichen es, die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen der Kinder zu berücksichtigen und sie individuell zu fördern. Eigenverantwortliches und selbstgesteuertes Lernen sind wesentliche Grundsätze der Lernkultur an unserer Schule. Das didaktische Konzept beruht vor allem auf den Prinzipien der Montessori-Pädagogik.

Offene Unterrichtsszenarien ermöglichen es, die jeweiligen Bedürfnisse und Interessen der Kinder zu berücksichtigen und sie individuell zu fördern.

Zur Leistungsfeststellung dienen vor allem die Beobachtungen und Dokumentationen der Lehrpersonen während der Freiarbeit. Weiters gibt es zu den vielfältigen Materialien, mit welchen diverse Inhalte mit den Schüler*innen erarbeitet werden, Übungsblätter und auch Lernzielkontrollen. Schüler*innen, die ein Thema beherrschen, können sich entweder selbstständig eine Lernzielkontrolle nehmen, oder bekommen diese von der Lehrperson. Die Bearbeitung dieser Lernzielkontrollen findet individuell während der Freiarbeit statt, um Drucksituationen zu vermeiden. 
Schüler*innen aller Schulstufen dokumentieren ihre Lernfortschritte selbstständig täglich in ihrem Logbuch. Außerdem wird darin immer zum Wochenstart ein Ziel formuliert, freitags wird die Woche reflektiert. Habe ich mein Ziel erreicht? Was ist mir gut gelungen? Woran möchte ich noch arbeiten?
Schüler*innen der vierten Schulstufe schreiben pro Semester zwei Schularbeiten, welche in die Leistungsbeurteilung miteinfließen. 

Obwohl verpflichtend ein Ziffernzeugnis für alle Schüler*innen ab Ende der zweiten Schulstufe auszustellen ist, legen wir besonderen Wert auf die alternative Leistungsbeurteilung. Dafür haben wir ein Kompetenzenbuch ausgearbeitet, welches sowohl unseren Schüler*innen als auch deren Eltern einen aussagekräftigen Überblick über den jeweiligen Leistungsfortschritt in den verschiedenen Kompetenzbereichen gibt. Das Kompetenzenbuch bildet außerdem die Basis des KEL (Kinder-Eltern-Lehrer*innen) – Gesprächs, welches einmal pro Semester stattfindet.

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