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WÜRDE

MIT DR. HÜTHER

"Würde. Was uns stark macht.", lautete der Titel des Vortrages von Neurobiologe Dr. Gerald Hüther, zu dem der k+lv eingeladen hatte. Über 500 Teilnehmende verfolgten die Ausführungen von Dr. Hüther und ließen sich von seinen Gedanken begeistern. Wer sich seiner eigenen Würde bewusst ist, so Hüthers These, wird auch andere würdevoll behandeln und ist selbst nicht mehr verführbar.

Die Würde ist, so glauben wir, jedem Menschen von Gott gegeben. "Gott schuf also den Menschen nach seinem Abbild", lesen wir in der Bibel (Genesis 1). Aber es benötigt auch unsere bewusste Entscheidung, diese Würde anzunehmen und würdevoll zu leben.

Unser Gehirn ist so veranlagt, dass es lernt und lernen will. Kinder haben eine natürliche Freude am Forschen und Lernen. Erst, wenn wir ihre "Leistungen" beurteilen, verlieren sie die Freude daran, da sie das Objekt unserer Beurteilung werden. In weiterer Folge versuchen sie, diesen Vertrauensverlust zu kompensieren, indem sie entweder das Muster übernehmen und ebenfalls andere zu Objekten degradieren, oder sich selbst als Opfer definieren. Die Würde geht verloren. Besonders das jahrtausende lang geprobte System der Hierarchie lässt kaum eine andere Chance. 

Heute leben wir in einer Zeit des Umbruchs. Hierarchien werden flacher und wir besinnen uns wieder auf unsere eigene Würde. Es benötigt lediglich eine bewusste Entscheidung, würdevoll leben zu wollen, so Hüther, der diese Erkenntnis persönlich erfahren hat. Hüther ruft uns auf, uns wieder bewusst zu werden, dass wir mit Würde gekrönt sind, und von daher auch andere Menschen, und sogar alle Lebewesen, würdevoll behandeln.

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