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WAS BEDEUTET AUTONOMIE?

WIE SIEHST DU DAS?

Aus dem Brainstorming der CLÖ-Klausur am 21.01.2017 in Ramsau, notiert von Mag. Karl Havlicek:

AUTONOMIE für Lehrende an Schulen bedeutet:

  • AUTONOMIE heißt VERTRAUEN in die Professionalität der Lehrer/innen
  • Klare, langfristig verlässliche Rahmenbedingungen –nicht Reformitis, nicht Beliebigkeit,
  • Freiheit der Lehre und der Methoden vor behördlichen Schulkonzepten
  • Individueller, situativer Unterricht in Verantwortung der Lehrperson
  • Reflexion, feed back-Kultur und Dialog in der Schulpartnerschaft ist Teil der Professionalität
  • Stärkung der Beziehungsebene Lehrer/Schüler/Eltern und Identitätsstiftung am Schulstandort
  • Zeit und Raum für selbstständige Gestaltung des Unterrichts und Schullebens
  • Autonomie bringt (und bedingt) starke Lehrer/innen; starke Lehrer/innen bringen starke Schüler/innen
  • Leistung einzufordern; Erziehungs- und Verhaltensregeln einzufordern
  • Expertise, Stellungnahmen und Praxiserfahrungen der Lehrer/innen werden von der Behörde ernst genommen
  • Keine Abhängigkeit der Lehrperson von der Schulleitung (Willkür einer Einzelperson)
  • Entlastung der Lehrpersonen von Bürokratie (Verwaltung, Berichtswesen, …)
  • Unterstützung der Erziehungsarbeit durch Sozialarbeiter, Schulpsychologen, Freizeitbetreuung
  • Bestehende Autonomie nützen dürfen (es gibt seit Jahrzehnten bewährte Projekte, Schwerpunkte, Schulprofile an Schulen)

AUTONOMIE für Schulleitungen bedeutet:

  • Recht auf verlässliche Personalausstattung und Sachaufwandsressourcen am Standort
  • Disponierbares Lehrerstunden-Plus für pädagogische Erfordernisse am Standort
  • Unterstützungspersonal, Sonderpädagogik, Sozialarbeit, Freizeitbetreuung abrufbar
  • Entlastung von Verwaltungsarbeit durch weniger Bürokratie und durch Sekretariate
  • Disponierbare Ressourcen für Schulraum und Lehrmittel (Dialog mit dem Schulerhalter)
  • Keine Abhängigkeit von „Clusterleitungen“, kein Schulranking in Clustern
  • Entscheidung über qualifizierten Lehrereinsatz und Fortbildungskonzept am Standort
  • Leitermitsprache (Dialog mit der Behörde) bei Besetzungen und Versetzungen
  • Keine zusätzliche Administration für Lehreranstellung, Lehrerkündigung, Personalverwaltung
  • Expertise, Stellungnahmen und Praxiserfahrungen der Leiter/innen werden von der Behörde ernst genommen

Was ist deine Meinung dazu? Diskutiere mit!

KATHOLISCHER TIROL LEHREREVEREIN