27 speziell für dieses Arbeitsfeld erarbeitet die in drei Phasen eingeteilt werden In der ersten Phase der Primärprävention wird das Augenmerk auf die vorhandenen Ressourcen gelegt und auch der Grundsatz für eine gewaltfreie Kultur ausgebaut Wie wird die Begrüßungskultur in der Einrichtung gelebt Werden die Jugendlichen bewusst wahrgenommen Welche Form der direk ten Begrüßung findet statt Formen die das Handgeben ersetzen können etc Auch Regeln im Umgang miteinander gemeinsam aufzustellen können die Sozialkompetenz fördern Vorab sollte auch geklärt sein mit wem extern zusammengearbeitet wird wenn be stimmte Phänomene oder Ereignisse passie ren bzw von dem pädagogischen Personal wahrgenommen werden Außerdem sind die personellen Ressourcen elementar z B Wird allein oder im Team gearbeitet Das heißt auch im privaten Umfeld ist es wichtig sich bewusst zu machen dass man sich genügend Zeit für die Jugendlichen nehmen sollte um Gespräche zu führen und Wahr genommenes zu diskutieren Tools wie die Gewaltfreie Kommunikation oder Erziehungs ansätze der neuen Autorität können sehr hilfreich im Umgang mit Heranwachsenden in der Primärprävention sein In der zweiten Phase der Sekundärpräven tion befinden wir uns schon in der Dees kalation Sollte es zu einer Gewaltsituation kommen sind verschiedene Umstände sehr hilfreich Störende Umweltreize oder laute Musik sind primär sinnvoll auszuschalten auch unbeteiligte Personen sollten aus der Situation weggebracht werden Eine bewusste Positionierung im Raum und der damit einhergehenden Präsenz kann eine de eskalierende Komponente darstellen Wenn dies berücksichtigt wird sollte versucht wer den die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dabei den Augenkontakt herstellen die Person beim Namen ansprechen und so eine mögliche Entschärfung einleiten Als kleiner Tipp kurze Bemerkungen sind in solchen Si tuationen hilfreich Niemand nimmt einen lan gen verschachtelten Satz wahr wenn er sie mit Adrenalin geladen ist Ruhe zu bewahren und auch den Eigen sowie Fremdschutz ab zuwägen und sicherzustellen ist stets nötig Außerdem ist eine räumliche Trennung der Aggressor innen von Vorteil sowie die Bereit haltung eines Handys zur Verständigung der Polizei und Rettung wenn eine Notwendigkeit bestünde Unter der Tertiärprävention versteht die Offene Jugendarbeit die Nachbereitung bzw Nachsorge Dabei soll vor allem auf psycho hygienischer Ebene der Fokus liegen und mit Intervisionen Supervisionen und allgemeinen Reflexionsgesprächen dafür gesorgt werden dass mit der Situation und dem Erlebten abgeschlossen werden kann Dabei liegt der Fokus nicht allein auf dem pädagogischen Personal es benötigt auch mit den Jugend lichen Konsens Das heißt dass Reflexions Niemand nimmt einen langen verschachtelten Satz wahr wenn er sie mit Adrenalin geladen ist

Vorschau KTLV Aufleben  2/21 Seite 27
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