26 UMGANG MIT JUGENDLICHER BANDENBILDUNG AUS SICH DER OFFENEN JUGENDARBEIT Hat die Bildung einer Bande zwangsläufig etwas mit fehlender Identität zu tun Viele Menschen sind in ihrer Jugendzeit und auch danach noch Teil von Cliquen Freundes kreisen etc Mensch möchte nicht allein sein was speziell in der Zeit der Pandemie auch wieder sehr deutlich wurde Dass Jugend liche zu Gruppen zusammenfinden ist also kein dezidiertes Phänomen es ist Alltag Natürlich hat die Auswahl der Freunde mit denen man abhängt oftmals mit Gemein samkeiten zu tun Vor einigen Jahren war dies noch leichter definierbar mit den gängigen Jugendsubkulturen der Fußballer innen Pun ker innen Skater innen Hiphoper innen usw Dabei waren nicht nur dieselbe Lieblingsmu sikrichtung dieselben sportlichen Interessen oder der Style im Vordergrund vielmehr auch gemeinsame Ideologien Perspektiven o ä ein wichtiges Gemeinschaftsgefühl Einer Bande anzugehören ist in erster Linie nichts Schlechtes jedoch wird der Begriff oft negativ definiert nämlich im Sinn einer kriminellen Vereinigung Meist werden alle Jugendlichen im öffentlichen Raum und vor allem jene die in Gruppen mit mehr als drei Personen sich zusammenfinden als gefähr lich und oder störend wahrgenommen Das spiegelt den grundsätzlichen Blick der Gesellschaft auf Jugend wider Das heißt also primär muss ein Elternteil oder eine pädagogische Bezugsperson nicht in Panik ausbrechen wenn er sie erfährt dass das Kind einer Bande zugehörig ist aber trotzdem aufmerksam und interessiert in die Tätigkeiten und Lebenswelt der Heranwach senden sein Elternteile sollten versuchen das Umfeld der Jugendlichen kennenzuler nen sofern das auch von ihnen zugelassen wird und dabei auch darauf achten dass dies nicht in voller Kontrolle mündet Die Jugendlichen sollen mit ihren Anliegen ernst genommen werden und ihnen Zeit und Raum zur Verfügung gestellt werden in der sie über ihre aktuellen Themen quatschen können Als pädagogische Fachkraft ist dies abhängig vom jeweiligen Berufsfeld Je nachdem gibt es mehr oder weniger Ressourcen die für Beratungen oder pädagogische Gespräche zur Verfügung stehen Weiters liegt es natür lich auch an der Funktion und Rolle die die Erwachsene Person inne hat Deshalb gibt es auch unterschiedliche Einrichtungen die dif ferenzierte Angebote setzen sodass Jugend liche in ihrer Vielfalt Passendes finden In pädagogischen Arbeitsfeldern ist es wichtig dass Angebote niederschwellig sind Grundlegend ist die Schaffung einer gewaltfreien Kultur Grundlegend ist definitiv die Schaffung einer gewaltfreien Kultur was schon bei der Bezugsperson beginnt Nicht nur das eigene Menschenbild die Rahmenbedingungen und auch der Austausch im Team und in der Or ganisation sind Aspekte die zur Gewaltfrei heit beitragen können Darüber hinaus ist die Selbstreflexion ein wichtiger Bestandteil um dies zu schaffen Das gilt auch im privaten Umfeld als erziehungsberechtigte Person In der Offenen Jugendarbeit Tirol wurden Handlungsleitlinien zur Gewaltprävention

Vorschau KTLV Aufleben  2/21 Seite 26
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